Mein Strom – dein Strom: Rückblick und nächste Schritte
- 15. Apr.
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Aug.
Infoabend Ried-Brig, 16. April 2026
Vielen Dank für Ihr Interesse am Infoabend in Ried-Brig. Hier finden Sie alle Unterlagen, Antworten auf häufige Fragen und den direkten Weg zur persönlichen Beratung.

Rückblick Infoveranstaltung
Veranstaltung vom Donnerstag, 16. April 2026 in der MZH Brigerberg, Ried-Brig
Die Kernthemen des Abends auf einen Blick:
PV 2.0
Was Eigenverbrauch bedeutet und warum er heute wertvoller ist als die Einspeisung ins Stromnetz.
ZEV / vZEV / LEG
Wie man in Stromgemeinschaften unkompliziert Strom in der Nachbarschaft teilt und wie alle profitieren.
Pionierarbeit in Ried-Brig
Wie die Gemeinde Ried-Brig die Solarenergie mit unterschiedlichen Massnahmen effizient nutzt und wirtschaftlich optimiert.

Sie haben Fragen und möchten weitere Informationen? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren und Ihr Projekt mit uns zu besprechen:
Wir finden die passende Gesamtlösung für Sie und stellen sicher, dass Sie heute und in Zukunft optimal davon profitieren.
Sie möchten sich zuerst eigenständig informieren? Wählen Sie aus:
Sie haben bereits eine Solaranlage?
Wir zeigen Ihnen, welche Stellschrauben bei der Optimierung Ihrer Anlage entscheidend sind. Dabei erklären wir das Potenzial der Eigenverbrauchssteigerung und zeigen Möglichkeiten der Speicherung und Steuerung auf. Ausserdem erläutern wir, wie moderne Modelle der gemeinschaftlichen Stromnutzung — wie ZEV, vZEV oder LEG — funktionieren und welchen Mehrwert sie bieten.
Wie optimiere ich meinen Eigenverbrauch?
Ohne Massnahmen liegt die Eigenverbrauchsquote einer typischen PV-Anlage bei nur 10–30 %. Mit zeitgesteuertem Verbrauch (Elektroauto, Wärmepumpe, Boiler, Waschmaschine zur richtigen Zeit) steigt sie auf 35–50 %. Ein Batteriespeicher bringt Sie auf 60–70 %. Und innerhalb einer ZEV oder vZEV sind 75–80 % realistisch. Der Schlüssel liegt in der Kombination: intelligente Steuerung (EMS), Speicher und Stromgemeinschaften ergänzen sich.
Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?
Die Preise für Batteriespeicher sind in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Ein moderner Speicher amortisiert sich in einem typischen Einfamilienhaus bereits nach rund acht Jahren — je nach Nutzung und Speichergrösse auch deutlich schneller.
Besonders sinnvoll ist ein Speicher, wenn Sie viel Strom abends oder nachts verbrauchen, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto betreiben oder Ihren Eigenverbrauch auf über 60 % steigern möchten. Ohne Speicher wird ein Grossteil Ihres Solarstroms zu tiefen Einspeisevergütungen ins Netz abgegeben — Potenzial, das Sie besser selbst nutzen können.
Wann lohnt sich eine ZEV oder vZEV?
Eine ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) lohnt sich, sobald Sie in einem Mehrfamilienhaus oder mit mehreren Parteien unter einem Hausanschluss Strom teilen können. Die vZEV geht weiter: Sie können Solarstrom über das Niederspannungsnetz mit Nachbarn teilen – ohne physische Direktleitung. Die Marge beträgt aktuell rund 12 Rp/kWh gegenüber dem regulären Netzstrompreis.
Wie mache ich meine Anlage rentabler?
Die Einspeisevergütung liegt heute bei 6–9 Rp/kWh und sinkt weiter. Der Netzstrompreis beträgt hingegen rund 25 Rp/kWh. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen statt einspeisen, ist rund 3× mehr wert. Konkret heisst das: Eigenverbrauch von 30 % auf 70 % zu steigern, reduziert Ihre Netzbezugskosten um rund CHF 1'000 pro Jahr. Die Werkzeuge dafür sind Speicher, smarte Steuerung (EMS), Sektorenkopplung (Wärmepumpe, E-Auto) und Stromgemeinschaften.
Was bedeutet «PV 2.0»?
«PV 1.0» war die Phase der Volleinspeisung – 100 % des Solarstroms ging ins Netz, gefördert durch die KEV. Diese Zeit ist vorbei. «PV 2.0» bedeutet: Die Zukunft liegt im Eigenverbrauch. Keine Solaranlage ohne intelligente Steuerung. Es geht darum, den Strom dort zu nutzen, wo er entsteht – im Gebäude, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde. Die Technik und die gesetzlichen Grundlagen dafür sind vorhanden.
Was ist der Unterschied zwischen ZEV, vZEV und LEG?
ZEV – Zusammenschluss zum Eigenverbrauch: Strom wird innerhalb eines Gebäudes geteilt, z. B. im Mehrfamilienhaus. Seit 2018 möglich.
vZEV – Virtueller ZEV: Strom kann über Gebäudegrenzen hinweg im Niederspannungsnetz geteilt werden, z. B. mit Nachbarn am selben Netzanschlusspunkt. Dies ist seit 2025 möglich.
LEG – Lokale Elektrizitätsgemeinschaft: Ganze Quartiere oder Gemeinden können Strom über das öffentliche Netz teilen. Seit 1. Januar 2026 gesetzlich verankert.
Kann ich als Mieter:in an einer vZEV oder LEG teilnehmen?
Ja. Insbesondere die LEG steht grundsätzlich allen offen – Hausbesitzenden und Mieter:innen gleichermassen. Als Abnehmer profitieren Sie von günstigerem Strom unterhalb des Standardtarifs. Auch bei der vZEV können Mietparteien teilnehmen, sofern der Vermieter dies unterstützt.
Was ist «Köpfchen statt Kupfer»?
Mit dem raschen PV-Ausbau entstehen Überkapazitäten im Stromnetz – vor allem im Sommer während der Mittagszeit. Statt teure Netzausbauten («Kupfer») braucht es intelligente Lösungen: Eigenverbrauchsoptimierung, Speicher und flexible Lasten, die das Netz entlasten. Wer seinen Strom lokal nutzt statt einspeist, hilft dem Netz und spart gleichzeitig Geld.
-brig
Sie überlegen sich den Bau einer Solaranlage?
Hier finden Sie die wichtigsten Fragen rund um Planung, Kosten und Rahmenbedingungen. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Auslegung einer Anlage ankommt und wie sich Investition, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit sinnvoll beurteilen lassen.
Lohnt sich eine Solar- oder Photovoltaikanlage überhaupt?
Ob sich eine PV-Anlage lohnt, hängt von Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Stromverbrauch und den aktuellen Strompreisen ab. In den meisten Fällen ist eine PV-Anlage in der Schweiz wirtschaftlich sinnvoll – insbesondere bei hohem Eigenverbrauch. Wir sind spezialisiert darauf, den Eigenverbrauch mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten zu maximieren und somit die Rentabilität Ihres Systems zu optimieren.
Wie funktioniert eine Solaranlage?
Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Ein Wechselrichter macht daraus nutzbaren Wechselstrom für Ihr Gebäude. Der Strom wird direkt verbraucht, in einer Batterie gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist.
Was kostet eine Solaranlage?
Für Einfamilienhäuser bewegen sich die Kosten typischerweise zwischen CHF 20'000 und 50'000, abhängig von Grösse, Dachtyp, Technik und Zusatzkomponenten wie Batteriespeicher oder Notstromfunktion.
Wie schnell amortisiert sich eine Solaranlage?
Je nach Investitionskosten, Strompreis, Eigenverbrauchsanteil und Förderung liegt die Amortisationszeit meist zwischen 8 und 14 Jahren.
Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage?
Eine gut geplante Anlage produziert in der Schweiz im Schnitt 900–1'100 kWh pro installiertem kWp und Jahr. Der genaue Ertrag hängt von Standort, Dachausrichtung und Verschattung ab.
Gibt es Förderungen für Solaranlagen?
Ja. In der Schweiz gibt es die Einmalvergütung (EIV) von Pronovo. Zusätzlich können kantonale oder kommunale Förderprogramme bestehen. Die Fördermittel sind begrenzt und werden jährlich angepasst.
Brauche ich eine Batterie (Stromspeicher)?
Eine Batterie ist nicht zwingend erforderlich, erhöht aber den Eigenverbrauch und die Unabhängigkeit vom Stromnetz deutlich. Ob sich ein Speicher lohnt, hängt vom individuellen Verbrauchsprofil ab.
Ist mein Dach für eine Solaranlage geeignet?
Die meisten Dächer sind geeignet – auch Ost-West-Dächer oder Flachdächer. Entscheidend sind Statik, Verschattung und verfügbare Fläche. Eine Fachplanung bringt hier Klarheit.
Funktioniert eine Solaranlage auch im Winter?
Ja. Der Ertrag ist im Winter geringer, dafür arbeiten Module bei kalten Temperaturen effizienter. Der Hauptanteil der Jahresproduktion erfolgt im Frühling und Sommer. Winterstrom wird heute und in Zukunft deutlich höher vergütet.
Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaikanlage?
Solarmodule haben eine Lebensdauer von 25–30 Jahren oder mehr. Wechselrichter müssen je nach Typ meist nach 12–20 Jahren ersetzt werden.
Warum sollte Enerval mit dem Bau meiner Solaranlage beauftragen?
Enerval steht für durchdachte, hochwertige und nachhaltige Energielösungen. Wir begleiten Ihr Projekt ganzheitlich – von der Analyse und Fachplanung über die Realisation bis zur Optimierung im laufenden Betrieb. Als Spezialist für ganzheitliche Energiekonzepte entwickeln wir Lösungen, die technisch, wirtschaftlich und langfristig überzeugen.
Weiterführende Informationen
Nützliche Links rund um Solarenergie, Förderung und Stromgemeinschaften
Stromgemeinschaften
www.lokalstrom.ch – Infoplattform für Stromgemeinschaften
www.leghub.ch – LEGhub, Plattform für lokale Elektrizitätsgemeinschaften. Anmeldung ab 1. Juni 2026 möglich
www.energiedashboard.admin.ch – Energiedashboard Bund. Aktuelle Daten zu Stromproduktion und -verbrauch in der Schweiz.
Sonstiges
www.sonnendach.ch – Solarpotenzial Ihres Dachs prüfen. Offizielles Tool des Bundes.
www.pronovo.ch — Informationen zum Förderprogramm des Bundes
www.energieschweiz.ch — Informationen zu Energie, Förderung und erneuerbarem Heizen
www.energieberatung-oberwallis.ch – Energieberatung Oberwallis. Unabhängige Beratung für Gebäudesanierung, Heizung und Förderprogramme
www.enbag.ch – EnBAG, Lokaler Energieversorgung und Partnerin für ZEV, vZEV und LEG im Oberwallis
www.swissolar.ch – Swissolar (Branchenverband Solarenergie Schweiz), Marktdaten und Fachinformationen
www.energiedashboard.admin.ch – Energiedashboard Bund. Aktuelle Daten zu Stromproduktion und -verbrauch in der Schweiz.
www.powerswitcher.axpo.com – Simuliere die Energiezukunft
www.energy-charts.info – Energieflüsse visualisieren (international)
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